Lange Wartezeiten trotz Sprechstunde Psychotherapie, lassen Sie sich durch einen Heilpraktiker für Psychotherapie unterstützen. Erfahren Sie, wie es geht.

Wartezeit trotz Sprechstunde?

Benötige ich eine psychologische Therapie oder Beratung?

Lange Wartezeiten sind ein allseits beklagtes Thema für Personen, die eine Psychotherapie benötigen oder glauben, sie benötigten eine. Die Knappheit von Therapieplätzen ist meines Erachtens künstlich erzeugt. Aus 2 Gründen:

1) Nicht jede Person, die auf einen Therapieplatz wartet, benötigt eine klassische Psychotherapie. Oft hilft schon eine Beratung, wie auch immer man diese dann nennt: Gesundheitsberatung, Coaching, Berufscoaching, Familienberatung oder Paarberatung.

2) Für jene, die eine Therapie benötigen, gibt es durchaus Alternativen. Es gibt Heilpraktiker für Psychotherapie, die dritte Berufsgruppe, die in Deutschland neben Psychiatern und psychologischen Psychotherapeuten ebenfalls psychologische Heilbehandlungen durchführen dürfen. Die Erlaubnis erstreckt sich auf recht häufige psychische Problemstellungen, z.B. leichte Depressionen, Panikattacken, Ängste und Phobien, Belastungsstörungen, Neurosen. Dies wird selten erwähnt und von gesetzichen Krankenkassen ebenso selten, dann nur unter bestimmten Bedingungen, erstattet. Das Argument, dass Heilpraktiker nicht ausreichend qualifiziert seien, kann ich nur teilweise nachvollziehen. Tatsächlich gestaltet sich die Vita mancher Berufsangehöriger recht ungewöhnlich und oft fachfremd, es finden sich z.B. viele Quereinsteiger, und über die Qualität der Ausbildung läßt sich durchaus manchmal streiten. Allerdings gibt es ebenso Berufsangehörige, die hervorragend qualifiziert sind. Das der Erfolg therapeutischer Interventionen zu etwa 70 % vom Vertrauensverhältnis zwischen Therapeut und Patient abhängt, und nur zu etwa 30% von der Therapie/den Methoden, ist durch Meta-Forschungen wissenschaftlich bewiesen.

Der Patient ist so wie so gut beraten, genau hinzusehen. Denn ganz gleich, welcher Berufsgruppe ein Therapeut angehört: überall gibt es „Gute“ und „Schlechte“. Letztlich entscheidet der Erfolg und damit der Patient, indem er sich selbst fragt, ob es im besser geht.

Es ist wohl doch eher ein berufs-ständisches Anliegen, sich möglichst gut abzugrenzen und so das Angebot stets kleiner zu halten als die Nachfrage. Hier kann jeder selbst entscheiden, wie ethisch er dies findet.

Die neue Sprechstunde bei psychologischen Therapien

Nun aktuell für Kassentherapeuten eingeführt, hilft die neue Sprechstunde Psychotherapie den Betroffenen wieder einmal nur pro forma, denn aufgefangen wird der Bedürftige dadurch nicht. Folgender Artikel zum Thema ist interessant. Es bleibt mal wieder wie es ist: Eine frustrierende Situation für Betroffene und alle Helfer, die helfen könnten und nicht dürfen.

Es sei denn, Sie überlegen sich, auf eigene Kosten eine ausführliche Erstberatung (über 90 statt nur 20 Minuten) und ggf. sogar eine private Therapie in Anspruch zu nehmen. Dies ist nicht so teuer, wie man denkt. Nutzen Sie die Wartezeit auf eine Kassen-Therapie für eine gute und hilfreiche Überbrückung, für kurze Zeit (statistisch 7-8 Sitzungen), in denen es um Sortierung Ihrer Anliegen, erste Entlastung, Aufgefangen-Werden geht, solange, bis ein Kassen-Therapieplatz frei wird. Lassen Sie sich bei der Suche nach dem richtigen Therapeuten bzw. der für Sie richtigen Therapie helfen, statt dorthin „geschoben zu werden“, wo gerade Platz ist. Und wenn dann ein Platz für Sie frei ist, kann es sein, dass Sie ihn gar nicht mehr benötigen.

Wartezeit trotz Sprechstunde?

Nicht für Sie, wenn Sie Ihre Möglichkeiten nutzen! Interessiert? Rufen Sie mich unverbindlich an!

Ihre Dr. phil. Karin Manz