"Auf dem Zahnfleisch daherkommen", ein Spruch, den wir alle kennen und der auf Paradontitis mehr als zutrifft. Sie kann einen schaffen, solange sie unerkannt bleibt. Hier erfahren Sie, was ich für hilfreich halte.

Paradontitis und Psyche – in jeder Hinsicht auf dem Zahnfleisch daherkommen

Paradontitis: „Auf dem Zahnfleisch daherkommen“, ein Spruch, den wir alle kennen und der auf Paradontitis mehr als zutrifft. Im schlimmsten Fall kann der Kieferknochen schwinden und es kann sehr spät sein, bevor man es realisiert. Aber auch im übertragenen Sinne ist sie ein Störfeld, ein Krankheitsherd, der gefährlich werden kann, auf der körperlichen Ebene, was sich natürlich psychisch auswirken kann. Bei der Behandlung psychischer Probleme ist meines Erachtens die Frage nach möglichen körperlichen Erkrankungen und möglichen Störfelder unbedingt einzubeziehen.

Paradontitis bleibt häufig über Jahre hinweg völlig unerkannt. Da das so ist, eignet sie sich exemplarisch sehr gut für diesen Artikel. Natürlich kennt man Zahnfleischbluten, aber wer achtet schon so genau darauf? Sie gehen regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung? Wenn Ihr Zahnarzt im Anschluß daran Ihre Zahntaschen nicht vermißt, wenn keine regelmäßigen Röntgenaufnahmen gemacht werden, kann eine Paradontitis sehr lange völlig unerkannt bleiben.

Sie gehören nicht zu den üblichen Risikogruppen? Sie sind kein Diabetiker, kein Raucher und pflegen Ihre Zähne sehr gut, gehen sogar regelmäßig zur professonellen Zahnpflege? Paradontitis kann dennoch in Ihren Zahntaschen schlummern.

Es gibt eine Reihe von Keimen, die bei Paradontitis typischerweise vorzufinden sind. Diese Keime sind sehr standhaft und gefährlich. Inzwischen konnten eben diese Keime auch ausserhalb des Kiefers im Körper nachgewiesen werden: zum Beispiel in Gelenken, im Darm. Sie können Herzinfarkt und Schlaganfall, Arthritis und mehr verursachen. Die entsprechenden Keime können durch den Blutkreislauf überall hin gelangen. Ich bin keine Ärztin, daher kann ich das Thema hier nur anreissen. Wer sich eingehender damit beschäftigen möchte, findet im www und in Utube sehr interessante Beiträge von Fachleuten und renommierten Wissenschaftlern. Meine Produktempfehlungen und Links beruhen auf eigenen Erfahrungen, ich erhalte keinerlei Provision oder andere Vorteile.

Folgende Anregungen basieren auf meinen ganz persönlichen Erfahrungen und stellen einen kleinen Ausschnitt aus einer Vielfalt von Möglichkeiten dar. Sie entscheiden selbst, ob Sie sich angesprochen oder angeregt fühlen und welche Schritte Sie selbst gehen möchten. Im Rahmen eines Beratungsgesprächs oder einer Psychotherapie kann natürich ganz individuell geschaut werden, was für Sie in Frage kommt.

Paradontitis: Erster Schritt – Blick auf den Körper

Ab zum Zahnarzt, sofern auch nur die vage Möglichkeit besteht, dass Paradontitis vorhanden sein könnte, z.B. bei leichtem Zahnfleischbluten, einem wackeligen Zahn, Zahnfleischrückgang.

Ab zum naturheilkundlichen Hausarzt oder Heilpraktiker, um ein aussagefähiges Blutbild erstellen zu lassen. Hier erfahren Sie zum Beispiel, ob es eine Zuckerproblematik gibt oder wie Ihr Vitamit D Status aussieht. Lassen Sie bei Bedarf leere Puffer wieder auffüllen.

Paradontitis: Weitere Schritte – ganzheitlicher Blick

Der ganzheitliche Blick auf die eigene Zahngesundheit ist nicht nur für die Zähne wichtig, sondern für den gesamten Organismus. Es gibt viele Möglichkeiten und gute Informationsquellen, die mir persönlich sehr weitergeholfen haben. Unterm Strich fängt das Nachdenken zwar am Mund, also mit der Zahnpflege an,

Thema Zahnpflege

Vom richtigen Putzen und den richtigen Putzutensilien handeln die Einlassungen der ganzheitlichen Zahnärztin Dr. Karin Bender-Gonser, die das Thema Zahngesundheit sehr anschaulich und mit vielen praktischen Tipps in ihrem Utube Kanal präsentiert. Unsere Mundschleimhaut ist unheimlich sensibel und nimmt alles, auch Giftstoffe aus Kunststoff-Zahnbürsten und konventionellen Cremes schnell auf. Das läßt sich leicht ändern. Es gibt wunderbare Bambusbürsten und Zahncreme kann man schnell und einfach selbst herstellen.

Thema Ernährung und Vitamine

Wichtig scheint ist die Frage, wie die Versorgung des Körpers mit verschiedenen Vitaminen, Enzymen, Spurenelementen ist.

Exemplarisch will ich hier gern auf die Rolle der Vitamit D Versorgung hinweisen. Es gibt einen hochspannenden und sehr kurzweiligen Vortrag von Prof. Dr. Jörg Spitz zum Thema Vitamit D und die richtige Dosierung, ein heute in der Präventionsmedizin tätiger Humanmediziner.

Man hört immer wieder, dass der Darm für die Gesundheit und die Immunabwehr im Körper, auch gegen Paradontitis-Keime, eine tragende Rolle spielt. Eine basische, frische und möglichst selbst hergestellte Nahrung, möglichst frei von Industriezucker und Weissmehlen, sollte langsam aber sicher Einzug in die eigene Küche halten. Eine Sünde hin und wieder ist sicher kein Problem, doch die regelmäßige tägliche Nahrung ist es Wert, mal kritisch betrachtet zu werden. Ich stieß in diesem Zusammenhang auf das Fermentieren von rohen Gemüsen. Hierzu gibt es zahlreiche Videos in Utube. Es klappt gut, geht schnell und ist lecker. Mein Favorit für die Gemüsefermentierung sind die Produkte von Masontops.

Thema Bewegung und frische Luft

Ja, das ist bekannt und gleichermaßen unbeliebt. Nicht wahr? Regelmäßige Bewegung und frische Luft sind wichtig. Es gibt Forschungen zur Depression, mit eindeutigen positiven Ergebnissen. Medikamentengaben konnten teilweise deutlich reduziert werden, wenn Patienten regelmäßig joggen gingen. In meiner Praxis habe ich mit Bewegung gute Erfahrungen gemacht. Ich bin keine Ärztin, daher hier nur der kurze Hinweis: Bewegung baut z.B. Stresshormone, Adrenalin schneller ab. Sie entstresst recht unmittelbar. Diejenigen Patienten, die sich überwinden konnten, regelmäßig einen Sport zu betreiben, fanden mit der Zeit Freude daran und fühlten sich besser. Ich selbst erlebe diesen Effekt immer dann aufs Neue, wenn ich mich im Herbst und Frühjahr zu regelmäßigem Walking aufraffen kann.

Sie können dieses Thema gern vertiefen zum Beispiel über folgende Links und Downloads:

Biologische Mechanismen antidepressiver Wirksamkeit von körperlicher Aktivität

Neue Aspekte zur Lauftherapie bei Demenz und Depression – klinische und neurowissenschaftliche Grundlagen

in Progress – Fortsetzung folgt