Paartherapie Psychotherapie Blog Dr. Karin Manz Offenbach

Ganzheitliche Psychologie

Ganzheitliche Psychologie – Grundlegendes

Alle Erläuterungen, Links und Beiträge auf dieser Seite über ganzheitiche Psychologie sind als Denkimpulse gedacht, um Ihnen ein besseres Grundverständnis für die Einflußfaktoren unserer psychischen Verfassung zu ermöglichen, aus meiner persönlichen, ganzheitlichen Sicht. Impulse sind dazu da, kritisch und selbstverantwortlich geprüft zu werden. Ich wende mich ausdrücklich an solche Leser, die ganz individuell entscheiden, ob sie mit dem hier Beschriebenen etwas anfangen können oder nicht. Für Fragen zum Thema ganzheitliche Psychologie stehe ich gern zur Verfügung.

Es ist nicht wichtig, mit welchem aktuellen Anliegen Sie auf dieser Seite gelandet sind, ob Sie über Beratung oder Psychotherapie nachdenken. Ob es sich um ein berufliches oder privates Problemhandelt: z.B. ein psychisch bedingtes gesundheitliches Problem, ein Konflikt mit dem Partner oder Vorgesetzten, Probleme mit den Kindern, Mobbing durch einen schlimmen Nachbarn, Erschöpfung, Gedankenspirale, Angstgedanken oder Panikattacken. Es zählt weniger, was Ihnen passiert, sondern mehr, warum es passiert und wie Sie damit umgehen. Das ist die gute Nachricht, denn andere Menschen kann man nicht ändern, wohl aber sich selbst.

Sofern ich gelegentlich Produkte erwähne, haben sie mich ganz persönlich überzeugt. Das muss jedoch nicht für Sie gelten! Auch hier sollten Sie meine persönlichen Erfahrungen als Impuls sehen und eigenständig für sich prüfen und entscheiden. Sofern ich auf andere Blogs bzw. Personen verweise, finde ich diese für meine ganz persönlichen Fragen sehr interessant. Ich erhalte keine Provisionen. Ich erwerbe dadurch keinerlei Vorteile.

Viel Freude und erhellende Momente beim Lesen, Recherchieren und Nachdenken wünsche ich!

Ganzheitlichkeit ist Menschsein

Was gehört zum Menschsein? Wir bestehen aus Psyche, Körper und Geist. Um begriffliche Verwirrungen zu verhindern, soll an dieser Stelle eine Begriffsdefinition erfolgen.

Die Psyche ist nicht allein genetisch festgelegt und unverrückbar, sondern entwickelt sich auch entlang aller Erfahrungen und deren anschließender Verarbeitung. Erfahrungen macht der Mensch als soziales Wesen, indem er permanent mit Anderen in Beziehung steht, von Geburt an, zunächst in der Famlilie, privat, und später natürlich auch in zunehmend ausserfamiliären Kontexten. Er wird mit existentiellen Bedürfnissen geboren, die sich im Wesentlichen auf den Wunsch nach „Liebe“, d.h. „Verbundenheit“ und „Entfaltung in Freiheit“, zusammenfassen lassen. Die Konfrontation mit der Welt bringt dann Anforderungen, Beziehungsdynamiken, Zwänge, emotionale Enttäuschungen und Verletzungen mit sich. So haben soziale Erfahrungen direkten Einfluß auf die psychische Entwicklung: Dort, wo psychischer Schmerz ausgelöst wird, werden dieselben Hirnareale aktiviert wie bei körperlichem Schmerz. Mit der Folge, dass das Hirn heilen will: es wird mit allen verfügbaren Mitteln eine Lösung finden. So entstehen bereits frühkindlich individuelle Prägungen, durch deren Brille wir die Welt fortan sehen und die folgerichtig (teilweise unbewußt und automatisiert) das Leben lenken.* Es geht für mich also darum, individuelle Haltungen, Sichtweisen, Glaubenssätze, Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster erkennbar, nicht-bewußte Anteile einer neuen Betrachtung zugänglich zu machen und eine Erneuerung des Denkens anzustoßen. Und es geht für Sie folgerichtig darum, Altes durch Neues zu ersetzen und damit neue Erfahrungen zuzulassen, sich von neuen positiven Erfahrungen erfreuen und idealerweise sogar beflügeln zu lassen. Ich folge einer Defition von „Psyche“, die demzufolge begrifflich unser Denken, Fühlen und Wollen abdeckt. Ein gemeinhin synonym verwendetes für Psyche ist „Seele“.

Der Körper. Der Einfluß der körperlichen Gesundheit auf die psychische (und umgekehrt) ist weithin bekannt. Dass gesunde Ernährung und Bewegung wichtig sind, weiß heute jeder. Bei diagnostizierten Erkrankungen ist der wechselseitige Einfluß ebenfalls bekannt. Doch was die wenigsten Menschen wissen ist, dass auch unauffällige körperliche Veränderungen noch lange vor klaren Beschwerden oder gar Diganosen erheblichen Einfluß auf die Psyche haben können. Daher ist es so wichtig, bei psychischen Befindlichkeitsstörungen und Diagnosen ganz genau hinzuschauen. Wer sich körperlich gesund fühlt, muss es nicht sein! Es gibt Gesundheitsthemen, die lange Zeit völlig unbemerkt bleiben können, typischerweise sind das z.B. die Mangelversorgung mit Vitaminen, der Darm- oder Zahnstatus.** Hier betreten wir das Reich der Achtsamkeit und Umsichtigkeit. Haben Sie sich selbst schon einmal gefragt, wie es um ihren Lebensstil steht? Was heitßt „Lebensstil“ eigentlich? Lebensstil umfaßt alle Meinungen, Interessen und Aktivitäten, die den einzelnen Menschen ausmachen. Wer einmal damit beginnt, zu hinterfragen, setzt eine Welle neuer Fragen und Erkenntnisse in Bewegung. Eine Welle, die vieles von dem mit sich reißt, was bis dato aus Zeitmangel oder Bequemlichkeit nicht hinterfragt wurde. Was beeinflußt unsere ganzheitliche Gesundheit auf der körperlichen Ebene? Zum Beispiel: Welche Produkte lassen wir am, im und rund um unseren Körper zu? Schauen Sie doch einmal nach, wieviel Chemie Sie an sich heran lassen. Sie werden überrascht sein. Ein chemiefreies Leben hingegen führt zum Beispiel zu mehr Platz in Vorratsschränken, deutlich weniger Aufwand als gedacht, weniger Reisegepäck, einem volleren Portemonnaie und mehr Gesundheit. Ich habe es selbst versucht und kann sagen, es verbessert meine Gesundheit und erleichtert den Alltag ungemein. Warum? Weil ich mit günstigen, alten Hausmitteln, mit Gewürzen und Speiseölen, eigene Reinigungs- und Pflegeprodukte für Haut, Haare, Zähne, Wäsche und Haushalt schnell und einfach herstelle, die toll riechen, meine Gesundheit fördern und nebenbei die Umwelt schonen.

Der Geist. Dieser Begriff wird häufig mit „Denken“ definiert, was hier nicht gemeint ist. Das Denken ordne ich wie oben erläutert der psychischen Ebene zu. Die geistige Ebene ist hingegen eine Abkehr vom Mainstream der Menschheit, die Hinkehr zu einem davon unabhängigen „spirituellen Überbau“, der Orientierung, Stabilität, Sinn und Kraft stiftet. Es ist der Glaube. Über den Glauben im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit zu sprechen/schreiben, ist sicher ungewöhnlich. In einer wissenschaftsorientierten Konsumgesellschaft, noch dazu aus dem Mund einer wissenschaftlich ausgebildeten Person wie mir, ist es für den ein oder andern Leser womöglich nicht ganz einfach, diesem Gedanken einmal wertfrei zu folgen. Aus meinen Beobachtungen über viele Jahre psychotherapeutischer Arbeit kann ich allerdings ganz klar sagen, dass sich diesbezüglich offene Menschen wesentlich leichter damit tun, Ihre Probleme zu lösen. Ohne geistige Ebene kann es tatsächlich schwierig werden. Zum einen, weil psychologische Arbeit einen ganz individuellen Sinn ergeben muss, um vom betroffenen Menschen angenommen zu werden und wirken zu können, zum andern, weil der Mensch irgendwann, im Laufe seines Genesungsprozesses ermüdet. Er braucht einen stabilen und verläßlichen Kraftspender, der ihn inspiriert und über längere Zeit auf seinem Weg durch sämtliche Tiefen begleitet. Wer Zugang hierzu hat, versteht auch, was mit „bei sich anzukommen“ gemeint ist.

Worauf der Glaube beruht, liegt in der Eigenverantwortung des einzelnen Menschen. Übrigens gibt es wissenschaftliche Beweise (z.B. durch bildgebende Verfahren) dafür, dass die geistige Haltung eines Menschen recht unmittelbaren Einfluß auf Gehirn und Körper haben kann. Nicht nur bei buddhistischen Mönchen, sondern auch bei Ihnen und mir. *** (Ein Beispiel anhand der Bibel soll in einem Blogbeitrag erläutert werden.)

Ganzheitliche Psychologie ist also zusammenfassend keine leere Worthülse, sondern mein Anspruch an mich selbst, bei meiner Arbeit mit Menschen, deren Leben ich ein bißchen beeinflussen darf. Es ist mir eine Freude und Sie dürfen sicher sein, dass ich stets danach strebe, dieser Verantwortung jeden Tag aufs neue gerecht zu werden.

*Prof. Gerald Hüther

**Für die Auswertung evtl. Befunde Ihres Arztes / Labors arbeite ich mit der Heilpraktikerin Renate Pfeiffer aus Hünfelden-Kirberg zusammen.

***Quelle folgt

27. November 2018

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